
Botulinumtoxin A
Botulinumtoxin – Ästhetik & Medizin
Botulinumtoxin kann gezielt überaktive Muskeln und Drüsen vorübergehend entspannen. In der ästhetischen Medizin wird es zur Behandlung mimischer Falten eingesetzt, daneben auch bei medizinischen Anliegen wie Zähneknirschen (Bruxismus) oder übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrosis). Ob eine Behandlung im Einzelfall infrage kommt, klären wir individuell im persönlichen ärztlichen Gespräch.
Anwendungsbereiche
Eingesetzt wird die Behandlung bei mimischen Falten, die durch verstärkte Muskelaktivität entstehen. Daneben kann Botulinumtoxin bei bestimmten medizinischen Anliegen wie übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrosis) oder Zähneknirschen (Bruxismus) angewendet werden. Die Eignung wird individuell ärztlich beurteilt.
Zähneknirschen (Bruxismus) & Masseter
Beim Bruxismus kommt es – häufig stressbedingt und unbewusst – zu verstärktem Zähneknirschen oder -pressen. In diesem Zusammenhang werden nicht nur Abnutzungserscheinungen der Zähne, sondern auch Kopfschmerzen, migräneartige Beschwerden sowie Verspannungen im Kiefer- und Nackenbereich beschrieben. Botulinumtoxin kann in den Kaumuskel (Masseter) eingebracht werden, um eine übermäßige Muskelanspannung vorübergehend zu reduzieren. In der ästhetischen Anwendung kann eine Masseter-Behandlung die Kieferpartie zudem schmaler und weicher wirken lassen. Ob und in welchem Umfang eine Behandlung sinnvoll ist, wird individuell ärztlich beurteilt.
Hyperhidrosis (übermäßiges Schwitzen)
Bei übermäßigem, als belastend empfundenem Schwitzen – etwa an den Achseln, Händen oder Füßen – kann Botulinumtoxin gezielt in das betroffene Areal eingebracht werden. Dort kann es die Aktivierung der Schweißdrüsen vorübergehend hemmen und so die Schweißbildung im behandelten Bereich verringern. Die Wirkung ist zeitlich begrenzt; Eignung, Nutzen und mögliche Risiken werden im persönlichen Gespräch erläutert.
Ablauf
Zunächst erfolgt ein Aufklärungsgespräch mit individueller Behandlungsplanung und Fotodokumentation. Nach Hautdesinfektion werden mehrere kleine Injektionen an den vorbesprochenen Stellen gesetzt. Der Schmerz ist mit dem eines Mückenstichs vergleichbar. Die gesamte Sitzung dauert nur wenige Minuten.
Wirkung
Die Effekte treten 2–14 Tage nach der Behandlung ein und halten zwischen 3 und 6 Monaten. Bei regelmäßiger Anwendung können sich die Abstände auf 2–3 Jahre verlängern. Die Methode lässt sich gut mit Hyaluron-Unterspritzungen kombinieren.
Kontraindikationen
Nicht empfohlen bei bestimmten Vorerkrankungen, bei Einnahme von Blutverdünnern, während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Aspirin.
Nachbehandlung
Mögliche Nebenwirkungen sind kleine Blutergüsse und Schwellungen. Nach Behandlung der Zornesfalte und der Stirn sollte der Kopf 4 Stunden nicht hingelegt werden. Auf Sport, Solarium und Sauna sollte 1–2 Tage verzichtet werden. Eine Nachkontrolle erfolgt nach ca. 14 Tagen.
Kosten
Die Preise beginnen bei etwa 210,00 EUR, je nach Materialbedarf und Aufwand.
Die hier genannten Informationen ersetzen kein persönliches Aufklärungsgespräch. Jede Behandlung wird individuell geplant. Bitte besprechen Sie Eignung, Ablauf und mögliche Risiken in einem persönlichen Termin.